Die Bienen können fliegen

Kunst
Werkstatt
Kosmos


Ein kleiner Grenzverkehr
über offene Grenzen
des Lernens, des Umgangs mit Natur und letztlich damit mit uns selbst

00 | Warum
Was haben Bienen, Kunst und Kinder gemeinsam?
Die Überzeugung, das Richtige zu tun!

Gedanken zu diesem Buchprojekt:


Die Bienen können fliegen geht zurück auf das Projekt: „Der Bienenweg, ein Lehrweg, der von den Bienen erzählt“. Das Vorhaben zeigt,,wie Kunst, Natur und Kinder auf besondere Weise zueinander finden können. Hinter der Entstehung steht die Initiative und die leidenschaftliche Arbeit der Künstlerin Karin Bergdolt. Sie hat dabei ihren Weg, gemeinsam mit Kindern in und mit der Natur professionell künstlerisch zu arbeiten, konsequent verfolgt und in ein Ergebnis gebraucht, das frei zugänglich auch und besonders außerhalb dem Kontext Kunst sichtbar ist. Die Biene stand dafür im Fokus und wurde nie aus den Augen verloren.

Dabei gleicht der Arbeitsprozess in seiner Entwicklung weniger einer
profanen Wanderung durch sicheres Terrain, als einer spannenden
Expedition. Weder war da eine erprobte Routenbeschreibung zum
Download, noch so etwas wie ein vorgeplantes Skript. Letztlich war
es die Verbindung von künstlerischem Denken und Handeln, Überzeugung, Hartnäckigkeit, eine gute pädagogische Beziehung, die Verbundenheit zur Natur und das Vernetzen und Beteiligen unterschiedlicher Expertisen, um aus all diesen Zutaten eine Arbeit bemerkenswerter Tragweite entstehen zu lassen: Lernen wurde auf den Kopf gestellt. Lernen wurde sichtbar gemacht. Lernen wurde duch Kunst und Natur auf den Kopf gestellt und sichtbar gemacht. So, als sei es das Normalste auf der Welt.

Die Bienen können fliegen ist kein Buch, das man aufschlägt und von
Kapitel eins bis zehn zu Ende lesen braucht. Es ist kein stringentes Lesebuch. Vielmehr gleicht das Werk in seinem Aufbau eher einer Landkarte, deren Legende sich aus Zeichnungen, Fotografien und gedanklichenAusflügen in die Kunst, Philosophie und Bildung zusammen fügt.

Es finden sich keine versteckten Handlungsanweisungen, sondern sinnliche, sinnhafte und gedankliche Anstiftungen dazu, Kunst und Natur in den Alltag hinein zu tragen – egal ob institutionell, im Freundeskreis oder für die Familie. Für die inhaltliche Auswahl der Beiträge spielt auch das Bestreben eine Rolle, manche Aspekte aus einer veränderten Perspektive zu betrachten, zu drehen und zu wenden – adäquat der Biene, sie fliegt ja auch über unsere Welt mit Draufsicht hinweg.

Trotzdem bleibt diese Buch ein Buch für die ganze Familie. Kinder werden
ernst genommen, auch ästhetisch. Auch werden sie älter und Kapitel, die
sie zuvor vielleicht weniger interessiert haben, werden zu einem anderen
Zeitpunkt interessant. Vielleicht nehmen sie dadurch dieses Buch zweimal
in die Hand, es wächst mit.

Denn Kunst und Natur darf nichts Elitäres sein und Bildung ist nichts, das
nur dem Kindergarten, der Schule oder der Universität vorbehalten sein
sollte. Die Bienen können fliegen möchte dazu ermutigen, sich zu bewegen: Weg vom Lehrerpult, weg vom Schreibtisch, weg vom Sofa, weg vom Bildschirm, raus aus dem Atelier – stattdessen hinein in die Welt und die Gemeinsamkeit. Dabei geht es nicht um die Frage, ist das (gute) Bildung, sondern darum: Wie findet Bildung als Leben statt.

So wird dieses Buch entstehen aus vielen Stunden leidenschaftlicher
künstlerischer Arbeit mit Kindern, deren Begleitern und anderer Experten,
doch vor allem in der Natur. Wir haben uns immer in Augenhöhe miteinander beschäftigt und den Prozess des Lernens geteilt. Wir haben
über Kunst und Natur nicht doziert und auch nicht davon geträumt – Wir
haben uns einfach hinein gestürzt. Wir waren mutig, wir haben gelacht
und gelernt, wir haben intensive persönliche Momente erlebt, wir haben
uns aufeinander eingelassen.

Dass dabei Natur als Ort und Raum eine große Kraft und Wirkung erzielen
kann, ist sicherlich nicht neu. Aber das Buch möchte daran erinnern, dies
nicht zu vergessen.

Ach ja, und die Biene? Die fliegt darin herum.

Ein gefördertes Buchprojekt.

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